Allgemein
Das Jahrestreffen unserer Motivgruppe fand dieses Jahr statt gleichzeitig mit einigen Briefmarkenausstellungen in der Antwerp Expo.
Das organisierende Komitee hat sich in den vier vorhergehenden Jahren
angestrengt um die Birdpex 6 zu einer gut organisierten und interessanten Ausstellung zu machen.
(Eine vollständige Liste mit allen Bewertungen finden Sie "hier".)
Dem Komitee, bestehend aus Koenraad Bracke, Patrick Ghysels, Danny de Smedt, Noël Pattyn
und Niko van Wassenhove, ist dies sehr gut gelungen. Neben den
Ausstellungsregelungen hat das Komitee auch noch Zeit gefunden für die
Organisation eines gut verlaufenen Jahrestreffens. Hierfür gebührt diesen fünf viel Dank.
Darin dürfen sicher auch die Gattinnen mit einbezogen werden! Man denke
allein schon an den schönen BBQ/Grill-Abend bei Koenraad zuhause.
Ein besonderes Dankeswort verdient Niko van Wassenhove. Er war verantwortlich für
die Vorbereitung und Ausführung der beiden Vogelexkursionen, nach Molsbroek und "De
Braakman". Er hat dafür gesorgt, dass Wegbeschreibung, Landkarte, eine
zweisprachige Liste mit zu erwartenden Vogelarten, aber auch Getränke zum
Mittagessen rechtzeitig da waren; und als extra Überraschung
gab es Schokoladenostereier! Etwas über Lokeren: Lokeren, eine Stadt
zwischen Antwerpen und Gent, wird in den Archiven bereits am Anfang des 12.
Jahrhundert genannt. Ihr wurden im Jahre 1555 Markrechte verliehen
von Kaiser Karl V und sie erhielt in 1804 Stadtrechte.
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Die Exkursionen:
Freitag 9. April: Molsbroek
Eine schöne Gegend, viele interessante Beobachtungen, ein Führer der sehr viel
zu erzählen weiß und nach Ablauf der Wanderung ein warmes Getränk.
Wir wurden empfangen und geführt von einem Mitarbeiter des Besucherzentrums. Die 80
ha große Domäne besteht aus einem großen Moorgebiet, offenem Wasser, breiten
Schilffeldern, geräumigen Naturwiesen, natürlichen Erlenbruchwäldern, alten
Pappelwäldern und Flussdünen (mit
einer üppigen Kaninchenpopulation). Man kan die Domäne über einen 4,5 km langen Deich
besichtigen. An einigen Stellen darf gefischt werden, aber nicht auf Hechte! Es
ist ein früheres Überströmungsgebiet. Wo man Sand abgräbt ist ein großer See entstanden.
Gelegentlich findet man da Sterntaucher im Winter, und
im Sommer viele Uferschwalben.
Die Flußdünen sind entstanden durch Verwehungen als die Dürme sich einen
schlängelnden Weg suchte durch das im Sommer meist trockene, sandige Tal. Westwinde wirbelten
den Sand auf der dann von den ersten Pflanzen zusammengehalten wurde. Die Dünen
konnten 6 bis 12 m hoch werden und die meisten wurden in 20. Jahrhundert abgegraben.
Die Dürme
Der Fluss kannte, bis ein Damm aufgeworfen wurde, Gezeiten unter Einfluss der Schelde.
So entstanden hier die seltenen Süßwassergroden. Bei Lokeren strömen Moervaart
und
Zuidlede in die Dürme. Ursprünglich strömte der Fluß mit vielen Kurven durch Lokeren.
Zur beförderung der Schifffahrt wurde die Dürme erstmals in 1742,
später noch in 1910 und in 1955 begradigt. Die breiten Schilfgürtel mit viel
überjährigem Schilf bilden ein ideales Biotop für Schilfvögel.
Samstag 10. April: De Braakman
Nach dem Frühstück ein prächtiger, etwas windiger Tag bei "De Braakman".
De Braakman, eine ehemalige Bucht der Westerschelde, die Zeeuws Vlaanderen in zwei
Hälften
teilt, ist im 13. bis 16. Jahrhundert entstanden durch Sturmfluten, vor allem
die von 1404 und 1570 und durch Überschwemmungen während des Achtzigjährigen Krieges gegen Spanien. Vom 17.
Jahrhundert an wurde die Bucht nach und nach eingedeicht. Die endgültige
Eindeichung wurde in 1952 verwirklicht. Naturhistorisch wichtig ist das
Gebiet durch den Vogelreichtum
und die Brackwasserflora und –fauna auf Groden und Schlick.
Der südliche Teil ist eine kleinflächige Polderlandschaft mit vielen Kopfweiden, nassen
Wiesen, Bauernhöfen und grünen Deichen. Der nördliche Teil weist eine großflächige, offene
Polderlandschaft auf.
Auf unserer Fahrt zwischen Terneuzen und Breskens haben wir an fünf Stellen
Beobachtungen vorgenommen: zwei in "Braakman-Nord", danach "Paulinaschor", "Hoofdplaat"
und "Nummer Een". Bei "Plaskreek" wurde geluncht.
Eine komische Besonderheit: bei "Hoofdplaat" wurde ein Seehund gesichtet!
Agnes van der Sanden
(Eine Übersicht aller Beobachtungen während dieser Exkursionen finden Sie "hier")
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