Jahrestreffen 2016
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Das Motivgruppentreffen 2016
war - improvisiert und flockenlocker - ein reiner Selbstgänger!

Ein Bericht über unser Jahrestreffen in Erbenhausen von Brigitta Großkopf


Plötzlich war alles ganz anders. Unser 1. Vorsitzender musste unmittelbar vor seiner Abreise wegen eines Trauerfalls in der Familie seine Teilnahme am Treffen absagen. Auch Frau Rascher musste wegen Krankheit nicht nur ihre Tätigkeit als Beisitzerin aufgeben und konnte auch am Treffen nicht teilnehmen. Hinzu kam, dass unser Ausrichter des Treffens, Herr Holzhausen, seinen Programmteil am Sonnabendvormittag nicht einhalten konnte, da er einen offiziellen Termin wahrnehmen musste.

Gottseidank erfuhren wir letzteres bereits am Sonntag vor Beginn des Treffens, so dass wir bereits Anwesenden (ausser uns Friemanns, van Nies´ und Herr Holzhausen) das Programm für das Treffen neu mischen konnten. Dreimal geschüttelt und improvisiert – und alles hat hervorragend geklappt!


Berghotel Eisenacher Haus  

Wir waren also wieder einmal in der Rhön, genauer gesagt in einem Zipfel der Thüringischen Rhön zwischen der Hessischen Rhön im Westen und der Bayrischen Rhön im Süden. Wie bereits im Rundbrief 144 beschrieben, lag unser Hotel, das Berghotel Eisenacher Haus, wirklich mitten in der Einsamkeit in etwa 800 m Höhe und unmittelbar unterhalb des Ellenbogens. In einer Minute war man oben und hatte eine unglaublich weite Sicht auf die schöne Landschaft dieses Teils der Rhön.
Ein Teil möglicher Ausflugsziele lag praktisch vor unseren Augen. Und davon gibt es hier viele und sehr sehenswerte.

Schnee am Samstag Das Hotel war wirklich wie für uns geschaffen. Wir waren ja keinesfalls alleine dort, aber der Wirt war trotz des streckenweise erheblichen Stress immer locker, gut gelaunt und hilfsbereit. In unserem Gruppenraum störte uns niemand. Und das Essen war reichlich und gut! Wir haben tüchtig zugelangt. Nur das Wetter war sehr kapriziös – mal kalt mit Nachtfrösten, mal sonnig und fast schon warm, und dann schneite es auch noch. Aber wenn ich daran denke, was sich das Wetter ab unserer Heimfahrt und in der Woche danach erlaubte, haben wir sehr viel Glück gehabt mit den Kapriolen.

Herr Holzhausen als ehemaliger Ranger des Biosphärenreservats Rhön war wirklich der beste Führer, den man sich wünschen kann. Zwar haben mein Mann und ich auf die Birkhühner verzichtet, weil wir die aus unseren früheren Moortätigkeiten in Norddeutschland her kannten, aber die uns angebotene ausgiebige Vorabführung durch das Schwarze Moor haben wir gern angenommen. Mit Wintermantel, Mütze und Handschuhen ausgerüstet konnte uns die eisige Kälte nichts anhaben, und wir haben sie sowieso schnell vergessen, so lebhaft hat uns Herr Holzhausen sein Lieblingsmoor nahegebracht. Er kennt es wirklich wie seine Hosentasche, eigentlich noch besser, denn einmal hat er bis zur Brust dringesteckt und Mühe gehabt, sich wieder herauszuarbeiten, wie er uns gestand.

Schwarzes Moor

Diese Führung sowie die Birkhahnbalz wurde für die anderen Teilnehmer am Freitag wiederholt, und einen guten Vortrag mit seinen sagenhaften Fotos bekamen wir auch noch dazu.

Am Sonnabend zeigte uns Herr Friemann seine Blätter zum Thema „Vögel, die nicht fliegen können“. Die Diskussion darüber ergab sogar noch weitere Aspekte und Anregungen zum Thema.
Herr Block hatte einige Blätter zum Thema „Die Elster in Ortsnamen“ dabei, die auch lebhaft diskutiert wurden, schließlich gibt es ja einige „Elsternsammler“ unter uns.

Der Nachmittag gehörte Herrn Läge und seinen Gedanken zu einem Schwanenexponat. Das war nun wirklich überraschend. Er hat einen Plan entwickelt, der es ihm erlaubt, sehr viele gute Belege einzubauen, die im Grunde gar nichts mit Schwänen zu tun haben. Aber in seine Geschichte passt alles. Wir haben oft über seine Ideen geschmunzelt, und ich gebe zu, dass mir eine solche Art und Weise, ein Exponat über Schwäne aufzubauen, niemals gekommen wäre.

Die Pausen zwischen den einzelnen Programmpunkten füllte Herr Oelke mit einer ganzen Reihe seiner Filme über frühere Treffen (o je, was haben wir uns verändert!) und seine Vogelreisen.

Herr Läge dankt Herr Holzhausen Sehr gefreut habe ich mich persönlich, dass wir durch Vermittlung von Herrn Holzhausen am ersten Abend unseres Treffens Herrn und Frau Reichel vom Meininger Briefmarkenverein als Gäste begrüßen konnten. Wir hatten ja schon früher recht gute Kontakte zu den Meiningern durch die Teilnahme an den von ihnen veranstalteten Naturschutztagen. Ich freue mich, dass wir jetzt den Kontakt erneuern und hoffentlich auch wiederbeleben konnten.

Zum Schluss möchte ich Herrn Holzhausen ganz besonders danken für das Aussuchen des Hotels, die schönen Führungen, den Vortrag und die vielen guten Gespräche, die wir geführt haben.